Befreiungstheologie

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Befreiungstheologie – assoziiert wird diese Bewegung mit politischem Aktivismus in Südamerika. Dort bildete sich ab den 50er Jahren die Hochburg derjenigen Kräfte im Katholizismus, die nicht länger zuschauen wollten, wie ihre Religion für dumpfe Machtpolitik und Ausbeutung benutzt wurde. In den unpolitischen Jahrzehnten nach dem Ende des Kalten Krieges geriet diese Bewegung aus dem Blickfeld. Möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis das Thema erneut brennend wichtig wird. Gesellschaftspolitischen Zündstoff über die Zukunft dieser Welt gibt es jedenfalls genug.

Für Angehörige aller Religionen ist es wichtig, selbst zu beantworten, welche Einstellung Religion zu den Problemen von Armut und Marginalisierung in dieser Welt einnehmen soll. Ist Religion lediglich eine Kombination jenseitsbezogener Riten? Ist die Welt ein Jammertal? Oder kann das Jammern in dieser Welt gelindert werden, indem das kritische Potenzial der Religionen neu geweckt wird?

Im November-Schwerpunkt wollen wir uns im DerWisch diesen Fragen annähern. Einige Artikel kreisen um Vordenker aus Lateinamerika: Leonardo Boff, Gustavo Gutiérrez. Und hinter allem die spannende Frage, was das für Muslime am Beginn des 21. Jahrhunderts zu bedeuten hat.

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Der.Wisch – Zeitschrift für Vielseitige

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